Zofe Aline zeigt: Kreativitätstechniken

Ob in der Werbebranche, der Wissenschaft oder anderen Bereichen, überall sind ständig neue, innovative Ideen gefragt. Die Ideenfindung steht dabei immer am Anfang eines Projekts und ist meist gar nicht so einfach. Zur Förderung von Kreativität sind im Laufe der Zeit die verschiedensten Methoden und Techniken entstanden. Unter Kreativitätstechniken versteht man das gezielte Erzeugen bzw. die gezielte Suche nach Ideen zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Simpel und effektiv – allein oder in der Gruppe

Im Idealfall hat man zu Beginn eines Projekts/Auftrags einen Geistesblitz und kann direkt mit der Umsetzung der Idee beginnen. Da dies jedoch eher selten der Fall ist, entwickelten sich stetig verschiedenste Methoden zur Anregung der Kreativität und des Gedankenflusses. Viele dieser Techniken sind eher für Gruppen bestimmt, andere können auch als Einzelperson durchgeführt werden. Gruppen-Methoden haben den Vorteil, dass ein ständiger Austausch von Gedankenflüssen stattfindet. Es entstehen viele Ideen, welche immer weitergeführt werden können. Um ein Ideen-Chaos zu vermeiden, werden Gruppen-Methoden oft von einem zuvor bestimmten Moderator geleitet.
In der Regel entstehen beim Anwenden von Kreativitätstechniken Grundideen, welche jedoch später für die Realisation ausgewählt, ausgearbeitet und präzisiert werden müssen.
Kreativitätstechniken werden in intuitive und diskursive Methoden eingeteilt. Bei intuitiven Methoden zur Ideenfindung entstehen innert kurzer Zeit sehr viele Ideen. Gedanken regen Gedanken an, durch gegenseitige Inspiration entstehen Assoziationen, welche in der Gruppe oder einzeln immer weitergeführt werden können.

Beliebt und häufig verwendet

Eine der wohl beliebtesten und am häufigsten verwendeten Techniken hier ist das Brainstorming. In einer Gruppe wird im Vorfeld auf die Fragestellung aufmerksam gemacht, anschliessend findet ein spontaner Austausch von Gedanken und Ideen statt, wobei auch frei assoziiert und fantasiert werden kann. Jeder kann seine Gedanken frei äussern. Beim Brainstormen gibt es kein Richtig oder Falsch, Kritik an anderen Ideen ist unerwünscht. Ausgewertet und sortiert werden die Ideen anschliessend. Vorteile bietet diese Methode, um in kurzer Zeit viele Ideen zu generieren. Sie ist einfach zu handhaben und kostengünstig, setzt jedoch eine gewisse Anzahl an Teilnehmern voraus.

Bei diskursiven Methoden werden Ideen sorgfältig und Schritt für Schritt durchdacht. So entsteht zwar eine geringere Anzahl von Ideen, viele davon sind jedoch auch brauchbar.
Ein Beispiel dafür ist die sogenannte Morphologische Analyse, bei welcher verschiedene Merkmale (Attribute) der Fragestellung untereinandergeschrieben werden. Rechts davon werden Ausprägungen dieser verschiedenen Merkmale hingeschrieben. Es entsteht eine sogenannte Matrix, in welcher jede Kombination dieser Ausprägungen eine Idee darstellt.

Weitere Kreativitätstechniken, welche das Finden von Ideen erleichtern sollen, sind beispielsweise das Erstellen einer Mind-Map oder die Umkehrung einer Fragestellung, bei der man einen anderen Sichtpunkt einnimmt. Die Mind-Map hilft, Themengebiete visuell sachlich darzustellen. Dafür wird der Hauptbegriff in der Mitte eines unlinierten Blattes gesetzt und drumherum werden Schlüsselbegriffe angeordnet, welche sich immer weiter verzweigen. Die Begriffe sind jeweils mit Linien verbunden. So entsteht eine Baumstruktur, die Verästelungen werden von der Mitte aus gelesen. Ideen können gut entnommen und eingeschätzt werden und das Wichtigste steht im Zentrum.

Erfolg nicht garantiert

Es gibt unzählige Kreativitätstechniken, doch keine führt garantiert zum «ultimativen» und «richtigen» Ergebnis. Viele halten Kreativitätstechniken für Unsinn und verlassen sich darauf, beim Sport, beim Einschlafen/Aufwachen, unter der Dusche oder auf der Toilette eine plötzliche Eingebung zu erhalten.
Hätte ich ebenfalls so darauf gewartet, hättet ihr nun nichts zu lesen.

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